Eine halbe Million Menschen besuchen ein Rockkonzert, auf dem ein Sänger auftritt, der weiten Teilen Europas als Reizfigur gilt. Marko Perković, besser bekannt als „Thompson“, trat am 5. Juli am Hippodrom in Zagreb vor einer Menschenmenge auf, die der Kontinent selten gesehen hat.
Was für viele Kroaten ein bewegender Abend der Einheit war, wurde andernorts zum Politikum. Die Berliner Zeitung sprach von einem „gesellschaftspolitischen Offenbarungseid“ und zog Parallelen, wenig originell und überraschend, zum Rechtsextremismus. Doch was geschah tatsächlich an diesem Abend? Und warum berührt dieser Sänger in seinem Heimatland so viele Menschen, während er im links-woken Westen vor allem Befremden auslöst?
Am 5. Juli 2025 fand in der kroatischen Hauptstadt eines der größten Konzertereignisse der europäischen Musikgeschichte statt, bei dem ungefähr eine halbe Million Menschen dabei sein wollten. Bereits in den ersten 24 Stunden nach Verkaufsstart wurden über 280.000 Tickets verkauft. Wahrscheinlich nicht nur ein nationaler Rekord.
Trotz der Größenordnung verlief die Veranstaltung ohne größere Zwischenfälle. Besucher reisten aus allen Teilen Kroatiens sowie aus der Diaspora an, auch aus Deutschland, Österreich, Skandinavien und sogar den USA. Neben der Musik rückten Elemente in den Vordergrund, die über das Konzertformat hinauswiesen. Religiöse Bezüge, geschichtspolitische Aussagen und emotionale Erzählmuster, all das verlieh dem Abend gesellschaftliche Tiefe.
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