Das Ende der Bundesrepublik, wie wir sie kennen

vor 10 Monaten

Das Ende der Bundesrepublik, wie wir sie kennen
Bildquelle: Tichys Einblick

Der Soziologe Niklas Luhmann hat 1995 die radikalste Medienkritik formuliert: „Was wir über unsere Gesellschaft, ja über die Welt, in der wir leben, wissen, wissen wir durch die Massenmedien.“ Aber, so Luhmann: Medien bilden die Wirklichkeit nicht ab, sie konstruieren sie – durch Auswahl, Themenzuschnitt und Darstellungsformen. So entsteht eine selektive Wirklichkeit, die von den Medienmachern geprägt wird; vieles Relevante bleibt unsichtbar, unsagbar, undenkbar. Es ist ein düsteres Bild.

Allerdings sind wir nicht Gefangene des Systems, angewiesen auf das, was uns durch die Gitterstäbe zugeflüstert wird. Weicht die Medienrealität zu weit ab von den Tatsachen der Wirklichkeit, zerstört sich das jeweilige Medium selbst durch Irrelevanz und verschwindet – wie auch eine Gesellschaft, die sich medial abgepolstert in der Verweigerung der Wirklichkeit verliert, statt sich neuen Bedingungen anzupassen.

In diesen Tagen erleben wir das Ende von ZDF und ARD als wichtige Träger der Medienlandschaft in Deutschland.

Das ZDF nimmt für sich in Anspruch, weiter grobe Unwahrheiten unkorrigiert vertreten zu dürfen – und wird dabei von der dahinschmelzenden rotgrünen Minderheit tatkräftig unterstützt. Man dürfe die öffentlich-rechtlichen Medien schon kritisieren, aber nur ein wenig. „Grundsätzlich“ dürfe man deren Einordnungen aber nicht in Frage stellen, sagt die nicht unwichtige Grünen-Politikerin Katrin Göring-Eckardt. Dafür werden die Grünen mit großer Präsenz und medialer Unterstützung von ARD und ZDF belohnt.

So betreibt Amerika-Korrespondent Elmar Theveßen weiter als US-Korrespondent das, was man systematische Desinformation der deutschen Öffentlichkeit bezeichnen kann: Er feierte den für jeden erkennbaren US-Präsidenten Joe Biden noch als jugendlichen Helden („geistig topfit“) und harten Wahlkämpfer, als dessen Senilität, körperlicher Verfall und Krankheit schon lange offensichtlich waren. Er bejubelte Kamala Harris als kommende Präsidentin und Retterin der Welt, obwohl Donald Trump längst auf der Überholspur ins Weiße Haus unterwegs war. Und er verdammte Donald Trump immer wieder als verbrecherischen Vollidioten.

Theveßen ist sicherlich einer der einflussreichsten Journalisten in der Wahrnehmung der USA – und liegt skandalös daneben. Er führt Wähler wie Gewählte auf den Holzweg. Seine jüngsten Fake-News sind nur das Sahnehäubchen: Er bezichtigt mehrfach den konservativen US-Influencer Chalie Kirk nach dessen Ermordung als Rassisten, der Schwarze für verantwortliche Jobs ungeeignet halte und Homosexuelle steinigen wolle. Es sind reine Erfindungen, wie wir wissen, und wie es Theveßen und das ZDF wissen müssten, und wie TE mehrfach dokumentiert hat.

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