Auf dem Oktoberfest zeigte sich die Regierung am Sonntag noch im Bierfrieden geeint. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), CSU-Chef Markus Söder und die SPD-Parteivorsitzenden Bärbel Bas und Lars Klingbeil gaben sich gut gelaunt. Doch Stunden später brodelte es bereits. Die Wirtschaft macht Druck auf Friedrich Merz. Und Friedrich Merz macht Druck in der eigenen Fraktion: Man solle bitte keine öffentliche Kritik am Koalitionspartner und dessen Chef Lars Klingbeil üben, denn letzterer reagiere „sensibel“ auf Kritik. Es herrscht also alles andere als Harmonie.
Auf einem geheimen Gipfel musste sich der Kanzler am Montag viel Kritik von den Chefs der Wirtschafts- und Arbeitgeber-Verbände anhören. Die Vorwürfe: zu viel Bürokratie, zu geringes Tempo bei Sozialreformen, zu wenig Modernisierung des Staates. Man sorge sich um Jobs und Wachstum. Auch die Krankenkassen-Beiträge müssten gesenkt werden, mahnten Rainer Dulger und Steffen Kampeter von der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA).
Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger heizt Merz ein.
DEUTSCHLAND: Klingbeil präsentiert Regierungsentwurf des Bundeshaushalts 2027 & Finanzplan bis 2030











