Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger und die Wirtschaftsweise Veronika Grimm haben mit deutlichen Worten vor weiteren Fehlentwicklungen in der Wirtschaftspolitik gewarnt. Der Chef der Bundesvereinigung der Arbeitgeber beklagte mit Blick auf die Debatte um höhere Arbeitszeiten und mehr Vollzeit: „Aktuell wird fast alles in einem populistischen Reflex mit Blick auf die Landtagswahlen zurückgewiesen. Das schadet unserem Land“, sagte Dulger gegenüber der Zeitung Welt.
Dabei seien Reformen und Veränderungen in Deutschland bitter notwendig. „Der Staat muss jedem mehr von seinem Lohn lassen“, forderte Dulger. „Der Anstieg beim Nettoklau muss endlich ein Ende haben.“ Wer mehr von seinem Geld behalten dürfe, gehe auch lieber zur Arbeit. „Dazu sind Steuersenkungen und niedrigere Sozialabgaben nötig“, so der Präsident der Bundesvereinigung der Arbeitgeber.
Auch die bekannte Wirtschaftsweise Veronika Grimm warnte vor Fehlentwicklungen: Sie prognostiziert einen Haushaltskollaps für Deutschland. Schon 2029 würden die Staatseinnahmen nur für Verteidigung, Zinsen und Soziales reichen, erklärte sie: „Alles andere muss dann über Schulden finanziert werden. Die Bundesregierung verweigert sich mit dem Hinausschieben von Reformen der Realität.“
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