Die Vorsitzende des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, umgangssprachlich die „fünf Wirtschaftsweisen“, Monika Schnitzer, hat Pläne für staatliche Subventionen von Flugreisen in den Sommerferien scharf kritisiert. Angesichts steigender Kerosinpreise und drohender Engpässe sei es nicht vertretbar, Urlaubsflüge auf Kosten künftiger Generationen zu verbilligen, sagte die Ökonomin der Augsburger Allgemeinen.
Schnitzer rechnet damit, dass steigende Kerosinpreise die Reisepläne vieler Urlauber noch vor dem Sommer beeinflussen werden: „Ich sehe schon mit Beginn der Sommerferien die nächste Rabatt-Diskussion aufziehen, schließlich wird Kerosin knapper und teurer.“ Die Wirtschaftsweise prognostiziert: „Steigende Flugbenzinpreise könnten den Urlaub für viele Menschen unerschwinglich machen.“
Die Folge: „Wenn es nicht mehr genug Kerosin gibt, kann man nicht mehr so viel fliegen. Dann müssen die Urlaubspläne geändert werden“, so Schnitzer. „Aber man kann auch ohne zu fliegen einen schönen Urlaub machen“, führte Schnitzer dazu aus. „Wir können nicht den Sommerurlaub durch Schulden auf Kosten unserer Kinder subventionieren“, resümierte die Ökonomin.
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