„Dann gewinnt die AfD“: Kubicki rechnet mit dem Brandmauer-Kurs ab

vor 3 Monaten

„Dann gewinnt die AfD“: Kubicki rechnet mit dem Brandmauer-Kurs ab
Bildquelle: Apollo News

Wolfgang Kubicki hat die Brandmauer zur AfD infrage gestellt. In einem Interview mit der Welt am Sonntag sagte der FDP-Politiker: „Ich kenne keine Brandmauer. Wir diskutieren sie, als sei sie Teil der Verfassung. Ist sie aber nicht.“ Zugleich sprach er sich für eine „harte politische Abgrenzung“ von der AfD aus, wandte sich aber gegen deren generelle Ausgrenzung. Die AfD werde nicht kleiner, „indem wir erklären, sie sei böse und rechtsradikal, und man müsse sich mit ihren Argumenten gar nicht befassen“.

Vor allem im Osten, sagte er, wollten viele Bürger aus Frust die AfD wählen, ohne deshalb „in einen rechtsradikalen Haufen“ zu gehören. Wenn für die Union am Ende nur noch Bündnisse mit linken Parteien gegen die AfD blieben, spiele das der AfD in die Hände. Dann habe die CDU nur noch die Chance auf „eine Art Volksfrontregierung mit der Linken gegen die AfD“. Wenn das die einzige Alternative sei, „dann gewinnt die AfD, weil die Leute die Nase voll davon haben, immer nur von Union plus irgendwem regiert zu werden“.

Eine Koalition mit der Partei schloss Kubicki zugleich aus. Die AfD sei „in vielen Punkten schlicht irre und deshalb überhaupt nicht koalitionsfähig“. Als Beispiele nannte er den Austritt aus der EU, die Abschaffung des Euro und den Abzug der US-Armee aus Deutschland. „Ich muss mich vor der AfD nicht verstecken. Ich lasse mich von denen nicht beeindrucken. Ich weiche keiner Diskussion aus und setze mich mit der AfD in der Sache auseinander“, sagte er.

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