Der US-Schlag gegen die iranischen Atomanlagen ist historisch und bedeutet zweierlei: Zum einen ist nach Lage der Dinge die Gefahr eines atomar bewaffneten Mullah-Regimes beseitigt und zum anderen liegt die Obama-Doktrin in Trümmern: Die Schurken der Welt können dem Westen nicht mehr ungestraft auf dem Kopf herumtanzen. Gleichzeitig ist die Zeit der Beschwichtiger vorbei.
Nun ist es doch passiert: US-Präsident Donald Trump hat das Eingreifen der Vereinigten Staaten in den Iran-Krieg befohlen und heute Morgen verkündet, dass man einen „spektakulären militärischen Erfolg“ errungen habe. Die Atomanlagen des Mullah-Regimes seien „ausgelöscht“, nachdem US-Bomber mit bunkerbrechenden Waffen die unterirdische Anlage Fordo zerstört und auch in Isfahan und Natanz entscheidend zugeschlagen haben.
Präsident Donald Trump spricht von einem „historischen Moment“.
Nach Angaben des israelischen Armeesprechers Effie Defrin erfolgte der Militärschlag in enger Abstimmung mit Israel. Die Generalstabschefs der israelischen Armee und der US-Streitkräfte seien seit dem Beginn des Krieges mit dem Iran in engem Kontakt gewesen. Zwischenzeitlich waren Gerüchte gestreut worden, dass Trump einen von Israel vorgelegten Plan abgelehnt habe, den iranischen Obersten Führer Ajatollah Ali Khamenei zu töten, und der Präsident Israels Premierminister Netanjahu zur Zurückhaltung aufgefordert habe, um Verhandlungen eine Chance zu geben.
Trumps Ankündigung, sich für die Entscheidung über einen US-Militärschlag Zeit zu nehmen („innerhalb von 14 Tagen“) wurde offensichtlich falsch interpretiert: „Innerhalb von 14 Tagen“ bedeutet nicht „nach 14 Tagen“, auch wenn sich das mancher Gegner eines amerikanischen Eingreifens gewünscht haben mag, um Zeit zu gewinnen – die aber letztlich nur dem Regime in Teheran genutzt hätte.
„Ich glaube, die Vereinigten Staaten von Amerika werden sich in diesen Krieg nicht einmischen. Das haben sie von Anfang an klar gesagt.“, meinte Außenminister Johann „Whatafool“ Wadephul, „die Endmoräne der Steinmeier-Diplomatie“ (Max Roland) noch vor Tagen. Eine Fehleinschätzung, zu der man nur in einer Blase gelangen kann, die im realitätsfernen diplomatischen Denken verhaftet bleibt. Das Unvermögen, die Lage von Russland über Syrien bis Afghanistan nüchtern zu analysieren und die richtigen Konsequenzen daraus zu ziehen, hindert die deutsche Außenpolitik bis heute daran, eine ernsthafte Rolle in der Welt zu spielen, von der unablässig gesprochen wird. Wadephul wäre besser beraten gewesen, sich mit echten Experten ins Benehmen zu setzen, von denen es unter anderem in den USA, vor allem aber in Israel reichlich gibt, statt sich auf die notorisch falschen Einschätzungen Elmar Theveßens zu verlassen.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











