Der Chef der Bundesbank, Joachim Nagel, sprach sich im Interview mit Focus gegen Kryptowährungen wie Bitcoin aus. Bitcoin nannte er ein Spekulationsobjekt: „Schauen Sie sich die Kursschwankungen an, die sollten jedem zu denken geben, der eine solide Anlage sucht, von einem Zahlungsmittel ganz zu schweigen!” Als Zentralbanker könne er nur zur Vorsicht raten. „Ich kriege schon beim Begriff ‚Kryptowährung‘ für Bitcoin Gänsehaut“, sagte er dem Magazin.
Weiter sagte er: „Man muss sich immer fragen: Was ist die Substanz? Bei Bitcoin ist da nur ein mathematischer Algorithmus, mehr steckt nicht dahinter, keine Instanz wie Zentralbanken, kein realer Gegenwert, anders als beispielsweise bei Aktien.” Darum habe er selbst weder als Privatperson noch als Mitglied des EZB-Rates in Kryptowährung investiert.
In Bezug auf die deutsche Zinspolitik sagte er gegenüber Focus, dass das Biest Inflation „zumindest gezähmt“ sei. Den Preisanstieg habe man gut im Griff. Dennoch bewege man sich weiterhin „in einem Umfeld mit hoher Unsicherheit”, weil es geopolitisch viele Umwälzungen gebe wie den Konflikt im Nahen Osten, den Ukraine-Krieg oder potenzielle Handelskriege.
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