CSU warnt wegen möglicher Krankenkassenreform vor Abwanderung der Pharmabranche

vor 3 Monaten

CSU warnt wegen möglicher Krankenkassenreform vor Abwanderung der Pharmabranche
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Die CSU warnt davor, dass es zur Abwanderung der deutschen Pharmabranche kommen könnte. Die Gefahr sei gegeben, wenn die potenziellen Einsparungen im Rahmen der Reform der gesetzlichen Krankenkassen hauptsächlich dort erfolgen sollen. „Wer glaubt, man könne die Probleme der gesetzlichen Krankenversicherung lösen, indem man bei den Pharmakosten einfach den Rotstift ansetzt, der greift zu kurz“, sagt der CSU-Fraktionschef im Bayerischen Landtag, Klaus Holetschek, dem Tagesspiegel.

Zwar sei solch eine Maßnahme populär, aber Politiker müssten das große Ganze bedenken. „Staat, Wirtschaft, Kassen und Versicherte: Alle müssen ihren Beitrag leisten.“ Er warnt vor dem Verlust heimischer Arbeitsplätze und vor der Gefährdung von Lieferketten. „Wenn wir in Deutschland einseitig die Schrauben anziehen, während andernorts – etwa in den USA – die Bedingungen attraktiver werden, dann riskieren wir nicht nur die Versorgungssicherheit.“ Eine Abwanderung der Pharmaindustrie würde Deutschland gesundheitspolitisch und finanziell treffen.

Der CSU-Politiker erinnert daran, dass im Koalitionsvertrag die Pharmaindustrie als Leitindustrie benannt wurde. Ob Versicherte, Arbeitgeber, Wirtschaft und Versicherung: Alle Beteiligten müssten sich an einen Tisch setzen, um Verantwortung fair zu verteilen. „Nur wenn alle ihren fairen Beitrag leisten und der Staat seiner Verantwortung endlich gerecht wird, wird diese Reform wirklich tragen.“

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