CSU-Generalsekretär Martin Huber hat sich für einen neuen Blick auf Kernenergie ausgesprochen und damit Bundeskanzler Friedrich Merz widersprochen. Anlass waren Äußerungen des Bundeskanzlers vom Dienstag, in denen er den Atomausstieg als „irreversibel“ bezeichnete (Apollo News berichtete). Huber sagte den Zeitungen der Mediengruppe Bayern, dass sich der Atomausstieg lediglich auf die klassischen großen Kernkraftwerke richte, nicht auf neue Technologien.
Mit Blick auf die durch Digitalisierung und Künstliche Intelligenz notwendige Errichtung neuer Rechenzentren sagte er: „Eine Lösung für dieses Problem sehen wir in sogenannten Small Modular Reactors – also kleinere, modular gebaute Kernreaktoren.“ Auch Kernfusion sei diesbezüglich eine mögliche Zukunftsoption.
Damit schloss er sich der Auffassung von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen an, die sich Anfang der Woche ebenfalls für den Bau von Small Modular Reactors (SMRs) aussprach. „Wir wollen, dass diese neue Technologie in Europa bis Anfang der 2030er Jahre einsatzbereit ist“, sagte von der Leyen bei einem internationalen Atomkraftgipfel in Paris. In diesem Zusammenhang bezeichnete sie die Abkehr von Atomkraft zudem als „strategischen Fehler“ (Apollo News berichtete).
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











