Der langjährige Schweizer Eishockey-Nationaltrainer Patrick Fischer ist nach der Affäre um ein gefälschtes Covid-Zertifikat mit sofortiger Wirkung entlassen worden. Der Schweizer Eishockeyverband Swiss Ice Hockey Federation (SIHF) zog damit einen Monat vor der Heim-WM die Konsequenzen aus einem Vorfall, der mehrere Jahre zurückliegt – aber erst jetzt durch den öffentlich-rechtlichen Rundfunk öffentlich bekannt wurde.
Die Affäre um Fischer wirft dabei nicht nur Fragen zu seinem Fehlverhalten in der Corona-Pandemie auf, sondern zunehmend auch zum Umgang mit vertraulich erlangten Informationen durch Medienvertreter. Wenige Tage nach Bekanntwerden eines bereits 2023 geahndeten Delikts wurde Fischer von seinem Amt entbunden.
Ausgangspunkt waren die Olympischen Winterspiele 2022 in Peking: Fischer war dorthin mit einem gefälschten Covid-Impfzertifikat gereist. Nach eigenen Angaben wollte er „seine Jungs nicht im Stich lassen“. Der Verstoß wurde strafrechtlich verfolgt und endete 2023 in einem Strafbefehl und einer Geldstrafe wegen Urkundenfälschung. Damit war der Fall juristisch abgeschlossen – ohne öffentlich bekannt zu werden.
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