Falschinformationen statt „Faktencheck“ – das Portal Correctiv wollte in einem Post auf X ein Video von Annalena Baerbock, das in den sozialen Medien die Runde macht, richtig einordnen. Man schreibt: „Ein Video soll Außenministerin Annalena Baerbock zeigen, die in China aus einem Flugzeug steigt und von niemandem begrüßt wird. Doch das Video ist aus 2023 und zeigt Baerbock in Malaysia – sie wurde dort empfangen“.
Doch das stimmt nicht, denn das Video stammt aus Januar 2024. Weil Baerbocks Flugzeug an der falschen Stelle geparkt hatte, musste sie zum Empfangskomitee laufen. X-Nutzer wiesen sofort auf den Fehler hin. Correctiv korrigierte sich daraufhin in einem Kommentar zum ursprünglichen Tweet. Der Organisation sei „im Tweet ein kleiner Fehler passiert” – im zugehörigen Artikel sei die richtige Jahreszahl angegeben. Im Original-Tweet ist der Fehler immer noch enthalten, sodass Nutzer, die nicht die Kommentare durchlesen, immer noch die Falschinformationen sehen.
Correctiv ist in der Vergangenheit bereits wegen weit bedeutenderer Falschinformationen in die Kritik geraten. So behauptete die Organisation Anfang des Jahres, dass beim sogenannten „Geheimtreffen von Potsdam” besprochen worden sei, wie Millionen deutscher Staatsbürger abgeschoben werden sollen. Teile der Berichterstattung stellten sich jedoch im Nachhinein als falsch heraus, wie Selbstaussagen oder Gerichtsurteile belegen. Noch am Tag des Erscheinens änderte Correctiv den Text des Artikels mehrfach ab (Apollo News berichtete).
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