Condor-Chef fordert Aussetzung von CO2-Bepreisung – Umweltminister empfiehlt Kraftstoffe, die kaum existieren

vor 2 Monaten

Condor-Chef fordert Aussetzung von CO2-Bepreisung – Umweltminister empfiehlt Kraftstoffe, die kaum existieren
Bildquelle: Apollo News

Angesichts des globalen Kerosinmangels infolge der Blockade der Straße von Hormus fordert der CEO der Airline Condor, Peter Gerber, eine Aussetzung des Emissionshandels für ein halbes Jahr. Dies wäre der einfachste Weg, „auch die Verbraucher im zweiten Halbjahr vor hohen Preisen zu bewahren“, sagte Gerber am Sonntag in der ARD-Sendung „Bericht aus Berlin“.

„Damit könnte man relativ leicht diese Spekulations-Spritpreise aus dem Markt nehmen. Und dann wäre es womöglich für alle ein ganz entspannter Sommer“, sagte der Condor-CEO. Möglich sei auch ein Tankrabatt für Airlines, wie vom Flughafenverband gefordert: „Das wäre folgerichtig gewesen“, sagte Gerber. „Vielleicht war es ein Versehen. Und dann kann die Bundesregierung das noch nachholen.“

Die Gefahr einer Kerosin-Mangellage sieht Condor-Chef Gerber nicht – auch in entfernten Flughäfen wie Singapur, die sehr stark vom Öl aus der Straße von Hormus abhängen, laufe der Flugverkehr „noch vollkommen“ normal. Sie nähmen nur kein zusätzliches Verkehrsaufkommen auf: „Das heißt also: Das wird von allen Seiten sehr eng gemanagt. Und es hat niemand ein Interesse daran, eine Maschine auf dem Hof zu haben. Von daher kann ich da beruhigen. Das, was hingeflogen wird, wird auch wieder zurückgeflogen.“

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