Einem Bericht der Jungen Freiheit zufolge wollte Tino Chrupalla die ehemalige Linken- und BSW-Bundestagsabgeordnete Zaklin Nastic für die AfD-Bundestagsfraktion einstellen. Als mögliche Verwendung für die erfahrene Politikerin war die Position einer Grundsatzreferentin im Gespräch. Eine Anstellung von Nastic scheiterte dem Bericht zufolge aber an dem AfD-Betriebsrat, der einstimmig mit Verweis auf den Betriebsfrieden die Personalie abgelehnt haben soll.
Die mögliche Verpflichtung von Nastic sorgte auch unter den AfD-Abgeordneten für Unmut. Dabei verwiesen die Abgeordneten auf die scharfe Kritik, die Nastic in der Vergangenheit immer wieder an der AfD äußerte. „Ich verstehe nicht, was da in Tino gefahren ist, so eine Personalie auch nur zu erwägen“, zitiert die Junge Freiheit einen nicht namentlich genannten AfD-Abgeordneten. Chrupalla, der für die Personalie verantwortlich gewesen sein soll, äußerte sich auf Anfrage der Jungen Freiheit nicht dazu.
Nastic trat 2008 bei den Linken ein, verließ die Partei aber im Herbst 2023 mit einer Gruppe um Sarah Wagenknecht und gehörte im Januar 2024 dem Bundesvorstand des neu gegründeten BSW an. Sie war Spitzenkandidatin des BSW in Hamburg zur Bundestagswahl 2025, bei der das BSW den Einzug in den Bundestag knapp verpasste. Ende März dieses Jahres trat Nastic aus dem BSW aus und kritisierte dabei die interne Führungsstruktur des BSW. Außerdem lobte sie Tino Chrupalla namentlich dafür, dass er den Abzug der US-Soldaten aus Deutschland fordert. Auch dass mit der AfD in den ostdeutschen Bundesländern nicht über Koalitionen verhandelt wurde, kritisierte sie.
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