Christian Ulmen und seine Anwälte zerlegen den SPIEGEL

vor 3 Monaten

Christian Ulmen und seine Anwälte zerlegen den SPIEGEL
Bildquelle: Tichys Einblick

Was aus dem Fall Ulmen/Fernandes gemacht wurde, war wohl von Anfang an größer als der Fall selbst, wie sich keine zwei Wochen nach dem Anrollen herausstellt. Erst kam der moralische Alarm über „virtuelle Vergewaltigung“ von Collien Fernandes durch ihren damaligen Ehemann Christian Ulmen, der gefälschte Fotos anonym ins Netz gestellt haben soll. Dann kam die politische Verwertung. Dazu marschierten Medien, Aktivisten und das übliche Empörungsmilieu im Gleichschritt los.

Nun liegt die neue presserechtliche Information von Christian Ulmens Anwälten vor. Und die hat es in sich. Denn sie stellt nicht irgendein Randdetail infrage, sondern zentrale Pfeiler jener Erzählung, die tagelang durch die Republik geprügelt wurde.

Die Anwälte von Schertz Bergmann erklären für ihren Mandanten, Ulmen habe zu keinem Zeitpunkt Deepfake-Videos von Collien Fernandes oder anderen Personen hergestellt oder verbreitet. Entsprechende Darstellungen seien falsch. Nach derzeitiger Kenntnis werde dieser Vorwurf, anders als teilweise verlautbart, überhaupt nicht erhoben. Mit der aktuell geführten Debatte über Strafbarkeitslücken bei Deepfake-Pornografie stünden die Geschehnisse mithin in keinem Zusammenhang. Das ist ein Satz wie ein Vorschlaghammer. Denn genau auf dieser Deepfake-Schiene wurde der Fall öffentlich aufgeladen und politisch ausgeschlachtet. Laut der Kanzlei werden zudem gegen die initiale Spiegel-Berichterstattung gerichtliche Schritte eingeleitet; sie spricht von „unzulässiger Verdachtsberichterstattung“ und „unwahren Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung“.

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