10.000 kamen mit Visum um Arbeit zu suchen, aber Regierung weiß nicht, ob sie Arbeit haben

vor etwa 1 Jahr

10.000 kamen mit Visum um Arbeit zu suchen, aber Regierung weiß nicht, ob sie Arbeit haben
Bildquelle: NiUS

Im ersten Jahr seit Einführung der Chancenkarte für Fachkräfte aus Nicht-EU-Staaten am 1. Juni 2024 wurden laut einer Analyse des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung mehr als 12.000 Anträge bearbeitet. Wie Tagesspiegel und Welt berichten, wurden bis zum 9. Mai 2025 insgesamt 10.148 Visa vergeben, basierend auf Daten des Auswärtigen Amts. Doch ob die Inhaber der Chancenkarte auch wirklich Arbeit gefunden haben, wissen die Behörden nicht.

So bemängelt etwa Marcus Engler, einer der Autoren der Analyse, dass die Behörden kaum nachverfolgen können, was mit den Eingereisten passiert: „Wir wissen nicht, ob die Menschen tatsächlich einen Job finden, ob der Wechsel zu einem längerfristigen Aufenthaltstitel klappt oder ob sie am Ende enttäuscht wieder ausreisen.“ Auch fehlen detaillierte Daten zu Geschlecht, Qualifikationen oder der Nutzung des Punktesystems. „Es ist nicht bekannt, wie viele Menschen durchs Punktesystem gehen und wer von vornherein als Fachkraft die Chancenkarte bekommt“, so Engler. Solche Informationen seien jedoch entscheidend, „denn die eigentliche Idee hinter einem Punktesystem ist es, damit gezielt steuern zu können“.

Ein Migrant sucht nach einem Job im Arbeitsamt.

Publisher Logo

Dieser Artikel ist von NiUS

Klicke den folgenden Button, um den Artikel auf der Website von NiUS zu lesen.

Weitere Artikel