Zoff in der Union! An der Causa Brosius-Gersdorf scheiden sich die Geister. CDU-Vordenker Andreas Rödder, Historiker an der Uni Mainz, sieht die Glaubwürdigkeit der Union doppelt in Gefahr, wenn sie nicht auf Kompromisse der SPD beharrt und mit dem Unvereinbarkeitsbeschluss gegenüber der Linken bricht.
Im Politico-Podcast gab Andreas Rödder, Historiker an der Uni Mainz und profiliertester Vordenker der CDU, im 200-Sekunden-Interview mit Gordon Repinski seine Einschätzung kund.
„Der größte Fehler (den die CDU machen kann), ist, selbst Konzessionen zu machen, konsensorientiert und kompromissbereit zu sein, und nicht auf die Gegenleistung zu drängen, dass die andere Seite das auch sein soll. Denn dann kommt ein Ungleichgewicht hervor, das letztendlich die Demokratie beschädigt.“ Die Union habe auf ihren Kandidaten verzichtet, „weil die Grünen diesen Kandidaten als zu konservativ kritisiert haben. Die bürgerliche Rechte kritisiert eine von der SPD vorgeschlagene Kandidatin, die Reaktion ist die, dass Rot-Rot-Grün eisenhart an der Kandidatin festhalten.“
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