Der CDU-Ministerpräsident von Thüringen, Mario Voigt, hat seinen Doktortitel verloren – bereits im August 2024 waren Plagiatsvorwürfe gegen den Ministerpräsidenten bekannt geworden. Das berichten Bild und die Nachrichtenagentur dpa. Die TU Chemnitz, wo Voigt promoviert hatte, hatte infolge einer Untersuchungsverfahrens über die Anerkennung entschieden. Doch der CDU-Politiker akzeptiert die Entscheidung nicht und klagt dagegen vor dem Verwaltungsgericht, wie die Zeitung berichtet.
Als erstes die Vorwürfe erhoben hatte der „Plagiatsjäger“ Stefan Weber im August 2024. Es geht dabei um Voigts Promotionsarbeit „Der amerikanische Präsidentschaftswahlkampf. George W. Bush gegen John F. Kerry“ aus dem Jahr 2008 – konkret wirft Weber dem Politiker vor, seine angegebenen Quellen gar nicht selbst ausgewertet hatte, sondern dafür Sekundärliteratur genutzt hatte, die er wiederum nicht als Quelle angab. Apollo News berichtete zuerst detailliert über die Vorwürfe.
Eine erstes Gutachten, das infolge der Vorwürfe von der TU Chemnitz in Auftrag gegeben wurde, befand, dass der Umfang und die Schwere der Verfehlungen nicht schwerwiegend genug seien, um Voigt den Doktortitel abzuerkennen. In dem weiteren Untersuchungsverfahren entschied sich die Universität jedoch anders – dazu sollen, laut Voigt, auch neue Maßstäbe zum Umgang mit Plagiatsvorwürfen angewendet worden sein, die bundesweit einzigartig seien.
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