ZDF-Talker Markus Lanz diskutierte am Donnerstagabend über die neue Koalition – ihren politischen Kurs und ihre prägenden Gesichter. Auch über einen, der überraschend kein prägendes Gesicht der neuen Regierung sein wird: Carsten Linnemann.
Ein Politiker verzichtet freiwillig auf einen Kabinettsposten und stellt, scheinbar zumindest, seine Überzeugungen vor die Karriere – ein höchst ungewöhnlicher Vorgang im politischen Berlin. „Man macht doch den Generalsekretär, um dann Minister zu werden“, betet Lanz die verbreitete Ämter-Logik in Berlin herunter. In der Tat gibt es für diesen Weg genug Beispiele – Ronald Pofalla, Hermann Gröhe, Karl-Theodor zu Guttenberg.
Letzterer sitzt praktischerweise selbst in der Sendung, um den ungewöhnlichen Schritt Linnemanns zu bewerten. Von ihm ist dafür Lob zu vernehmen. Linnemann sei „einer der Begabteren“, jemand, der „zur Formation der Union gehört“. Er sagt aber auch: Linnemanns Schritt habe wohl vor allem mit Enttäuschung zu tun.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











