Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hält daran fest, weitere Afghanen nach Deutschland einfliegen zu lassen. „Wo wir Aufnahmezusagen in rechtlich verbindlicher Form gegeben haben, halten wir die selbstverständlich ein“, bestätigte er gegenüber der Bild-Zeitung seine Aussage, die er im Juni im Bundestag getroffen hatte. Demnach sollen die 2.372 Personen (Stand: 16. Juni 2025), die laut Bundesinnenministerium (BMI) eine vorläufige Zusage für die Einreise nach Deutschland erhalten haben und derzeit in Pakistan warten, auch aufgenommen werden.
Kritik kommt nun aus den eigenen Reihen. CDU-Innenpolitiker Stephan Mayer meint: „Gerade angesichts der nun aufgetauchten Lücken bei den Sicherheitsüberprüfungen, wäre es grob fahrlässig, wenn die knapp 2500 Afghanen, die noch in Pakistan sitzen, nach Deutschland eingeflogen werden.“ Mayer fordert: „Die Richtung der Flüge muss sich endlich ändern. Nicht rein nach Deutschland, sondern raus aus Deutschland und zurück nach Afghanistan.“ Die Bild zitiert zudem einen hochrangigen Unionspolitiker: „Mit seiner Ankündigung tritt Wadephul die vollmundigen Versprechen seiner Parteifreunde leichtfertig in die Tonne.“
Der letzte Flieger aus Kabul kam in Hannover an.
Parteipressekonferenzen von Die Linke, CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen











