Nur Tage nach einem demonstrativ harmonischen Auftritt im SWR-Triell, bei dem der grüne Spitzenkandidat Cem Özdemir und sein CDU-Konkurrent Manuel Hagel noch betont einvernehmlich auftraten, eskaliert nun die Rhetorik vor der bevorstehenden Wahl in Baden-Württemberg. Die Union attackiert Özdemir nun scharf als „Meister des Tarnens und Täuschens“ und wirft ihm vor, für eine Politik der „unbegrenzten, illegalen Migration“ zu stehen. Grundlage ist ein exklusives Statement des CDU-Innenpolitikers Alexander Throm, das NIUS vorliegt, und eine Reaktion auf Özdemirs jüngstes Interview in der Welt am Sonntag darstellt.
In dem Interview mit Welt hatte der Özdemir,der von 2021 bis 2025 Landwirtschaftsminister war, die Grünen zur Selbstkritik aufgerufen, insbesondere bei Migration und Sicherheit. „Wir Grüne müssen uns fragen, ob wir etwa in der Migrationspolitik immer das Ganze im Blick hatten. Wer Humanität will, darf über Ordnung und Steuerung nicht schweigen. Wir werden auch künftig auf Zuwanderung angewiesen sein. Auch viele Wählerinnen und Wähler der AfD werden, wenn sie älter sind, Pflege brauchen.“ Man sei Wir sind auf Weltoffenheit angewiesen. „Aber Einwanderung muss viel stärker gesteuert werden. Das bedeutet eben auch, die Frage der irregulären Migration und ihrer Begrenzung ernst zu nehmen.“
Konkurrenten im Wahlkampf – und Koalitionspartner nach Wahl? Özdemir und Hagel.
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