Zwei Bundestagsabgeordnete, die unterschiedlichen Parteien angehören, begegnen sich auf einer Tagung im Ausland, begrüßen sich per Handschlag und wechseln ein paar freundliche Worte. Kein sonderlich spektakuläres Ereignis, sollte man meinen. Außer natürlich, die Kunde davon erreicht das „Kampf gegen rechts“-hysterische Deutschland und die beiden Abgeordneten sind Saskia Ludwig von der Regierungspartei CDU und AfD-Fraktionschefin Alice Weidel.
Begegnet sind sich die beiden Politikerinnen am vergangenen Freitag in Budapest auf einer Veranstaltung des Mathias Corvinus Collegiums, einer Denkfabrik, die dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán nahesteht, der kürzlich mit der AfD-Vorsitzenden zu einem weiteren offiziellen Gedankenaustausch zusammengetroffen ist. Saskia Ludwig nahm an einem Podium teil, Alice Weidel saß im Publikum in der ersten Reihe.
Fotos der Begegnung erschienen auf der Plattform X und wurden unter anderem von der ZDF-Korrespondentin Nicole Diekmann mit denunziatorischem Unterton skandalisiert. Die Unions-Bundestagsfraktion gehorchte prompt und distanzierte sich von ihrer eigenen Abgeordneten: „Frau Ludwig hat an der Veranstaltung nicht im Auftrag der Fraktion und ohne Wissen der Fraktionsführung teilgenommen“, ließ die Union auf Nachfrage des „Tagesspiegel“ erklären.
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