In der Debatte um die Wahl von Frauke Brosius-Gersdorf zur Verfassungsrichterin bekommt die Kandidatin nun Unterstützung von der ehemaligen Vorsitzenden des Ethikrates, Alena Buyx. Gemeinsam mit 280 weiteren rechtswissenschaftlichen Universitätsvertretern, darunter auch vier ehemalige Verfassungsrichter, veröffentlichte sie nun ein Statement, das den öffentlichen Umgang mit Brosius-Gersdorf kritisiert.
Der sei nämlich geeignet, „die Kandidatin, die beteiligte Institutionen und mittelfristig über den Verfall der angemessenen Umgangskultur die gesamte demokratische Ordnung zu beschädigen“, heißt es in der Stellungnahme. Brosius-Gersdorf sei eine „hoch angesehene Staatsrechtlerin“, ihre wissenschaftliche Reputation infrage zu stellen, sei daher unsachlich.
Wer die Positionen der Verfassungsgericht-Kandidatin dennoch ablehne, habe in den meisten Fällen keine Kenntnisse der rechtswissenschaftlichen Diskussion, so der Tenor. Äußerungen einzelner Bundestagsabgeordneter, die fordern, Brosius-Gersdorfs Universität müsse Maßnahmen gegen sie erheben, „stellen einen Angriff auf die Wissenschaftsfreiheit selbst dar“, so das Statement.
Parteipressekonferenzen von Die Linke, CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen











