Die linke Kampagnenorganisation Campact will Unternehmen dazu bewegen, ihre Werbung auf Dutzenden politisch missliebigen YouTube-Kanälen zu sperren. Auf einer Liste mit 62 Kanälen steht auch Apollo News. Rund 90 Unternehmen wurden von Campact angeschrieben und aufgefordert, ihre Werbeschaltungen zu überprüfen. Das berichtet die Welt, der auch die sogenannte Sperrliste vorliegt.
Campact verschickte die Schreiben Mitte August. Darin erklärt die Organisation YouTube zu einem „zentralen Radikalisierungsort für die extreme Rechte“. Gemeinsam mit Tausenden Unterstützern habe man recherchiert, welche Unternehmen Werbung vor angeblichen „Hass- und Hetzvideos“ schalten. Firmen, deren Anzeigen dort auftauchten, wurden anschließend direkt kontaktiert.
Welt beschreibt, dass Campact selbst einräumt, dass Unternehmen normalerweise gar nicht gezielt entscheiden, vor welchem YouTube-Video ihre Werbung erscheint. Die Anzeigen werden weitgehend automatisiert ausgespielt. Trotzdem erklärt die Organisation die Unternehmen für verantwortlich: Sie müssten die von Campact als „Hetz-Kanäle“ bezeichneten Angebote als Werbepartner ausschließen.
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