Sie ist blond, schlank und hübsch und macht seit 1959 Millionen Mädchen auf der ganzen Welt glücklich. Stundenlang können sie sich mit der Plastikfrau und ihren hübschen Freunden in eine andere Welt träumen, in der die Villa pink und das Leben schön ist – und in der einem alle zu Füßen liegen. Das ist vorbei. Denn seit der Schöpfung der Figur im März 1959 tobt der schlimmste Glaubenskrieg um knapp 30 Zentimeter Kunststoff.
Seit einem Jahrzehnt beugt sich der Barbie-Hersteller Mattel dem Diversity-Druck: Erst kamen die Curvys und blieben – vor allem in den Regalen liegen. Der Stern schrieb 2017: „Keiner will die dicke Barbie kaufen.“ Warum auch? Um Normal- und Übergewichtige zu sehen, reicht eine Fahrt in der U-Bahn, ein Besuch im Freibad oder ein Blick in den Spiegel. Wer spielt, will aber träumen. Und das ging plötzlich nicht mehr: Mattel brachte allerlei Hautfarben und Körperformen auf den Markt, während immer mehr Mädchen (und Jungs) das Gefühl bekamen, es sei nicht okay, eine attraktive, blonde Frau schön zu finden.
Die Auswahl der Barbies ist sehr divers.
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