Schaut man sich die kleine Stadt Büren im Kreis Paderborn in Nordrhein-Westfalen im Internet an, zeichnet sich das Bild einer heilen Welt. Fachwerkhäuser stehen an einem seit dem Mittelalter bestehenden Marktplatz, im Umland können ein Renaissanceschloss und eine über 600 Jahre alte Burgruine besichtigt werden. Freizeitangebote wie ein Mittelaltermarkt und ein Freiluftkino sollen den Bürgern einen abwechslungsreichen Alltag bieten – doch diese perfekte Fassade hat durch die jüngste Berichterstattung über die Freibad-Kampagne der Stadt einen Riss bekommen.
Seit ganz Deutschland die befremdlichen Plakate mit der Zeichnung einer rothaarigen, weißen Frau gesehen hat, die einem dunkelhäutigen, einbeinigen Jungen an den Hintern greift, steht nicht nur die Frage im Raum, wie man auf so einen Irrsinn kommt (die Antwort weht im Wind), sondern vor allem, welche Umstände in so einer beschaulichen Stadt überhaupt dazu geführt haben mögen, dass eine derartige Kampagne gegen sexuelle Übergriffe ins Leben gerufen wurde.
Nun hat mir mein Chef leider nicht gestattet, zu Recherchezwecken mit Bikini und Sonnenbrille im Gepäck für eine Exklusivrecherche nach Büren zu fahren, also muss ich mich wohl oder übel deduktiv durch die Tiefen des Internets wühlen, um eine Antwort auf diese Frage zu finden. Zuerst führte mich mein Weg zu einer Badeordnung, die auf der Webseite der Stadt abrufbar ist. Dort erhält der Leser bereits auf Seite eins die freudige Botschaft, dass die folgenden Ausführungen nicht nur in Deutsch, Englisch und Französisch, sondern auch auf Arabisch, Somali sowie in den afghanischen Sprachen Dari und Pashto verfügbar sind.
DEUTSCHLAND: Klingbeil präsentiert Regierungsentwurf des Bundeshaushalts 2027 & Finanzplan bis 2030











