Vor dem Treffen der NATO-Verteidigungsminister in Brüssel hat Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) erstmals öffentlich benannt, wie viele zusätzliche Soldaten Deutschland nach den neuen NATO-Verteidigungsplänen benötigen könnte. Demnach geht es um eine Verstärkung der aktiven Truppe um bis zu 60.000 Kräfte.
„Wir gehen davon aus – das ist aber auch nur eine Daumengröße, um es klar zu sagen – dass wir rund 50.000 bis 60.000 Soldatinnen und Soldaten in den stehenden Streitkräften mehr brauchen als heute. Und gleichzeitig wird sich die Frage natürlich stellen: Reicht der neue Wehrdienst aus über die nächsten Jahre?“, sagte Pistorius in Brüssel.
NATO-Generalsekretär Mark Rutte betonte am Vortag: „Wir benötigen mehr Ressourcen, Truppen und Fähigkeiten, um auf jede Bedrohung vorbereitet zu sein und unsere kollektiven Verteidigungspläne vollständig umzusetzen.“ Vorrang hätten demnach Luft- und Raketenabwehr, weitreichende Waffensysteme, Logistik sowie große Heeresverbände.
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