Die Bundesregierung hat ein neues Wehrdienst-Modell auf den Weg gebracht – verpflichtend soll die Tätigkeit bei der Bundeswehr aber nicht werden. Und dennoch bereitet sich das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend jetzt offenbar auf die Rückkehr des Zivildienstes vor, obwohl dieser erst reaktiviert werden würde, wenn die Wehrpflicht wieder eingeführt wird, was bislang seitens der Koalition verneint wurde.
Das berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland, dem die zuständige Bundesfamilienministerin, Karin Prien, außerdem sagte: „Wir müssen schon jetzt Vorkehrungen treffen: Schon jetzt steigt die Zahl derjenigen signifikant, die den Wehrdienst verweigern, obwohl sie noch gar nicht gemustert oder eingezogen werden.“
Die Bundesregierung möchte ab 2026 ein bereits vom Kabinett angenommenes neues Wehrdienst-Modell einführen. Zunächst werden dafür die männlichen Jahrgänge ab 2008 zum Ausfüllen eines Fragebogens verpflichtet, der das Interesse für die Bundeswehr wecken soll. Ab Juli 2027 sind dann auch verpflichtende Musterungen vorgesehen, wodurch Daten zu einsatzfähigen Personen gesammelt werden sollen. Ein Wehrdienst ist anschließend aber nicht verpflichtend geplant.
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