Bundesanwaltschaft erhebt Anklage gegen Daniela Klette wegen RAF-Anschlägen

vor 3 Monaten

Bundesanwaltschaft erhebt Anklage gegen Daniela Klette wegen RAF-Anschlägen
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Die Bundesanwaltschaft hat Anklage gegen die frühere RAF-Terroristin Daniela Klette erhoben. Wie die Karlsruher Behörde am Freitag mitteilte, wurde die Anklage bereits am 23. März vor dem Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main eingereicht. Klette ist demnach „des versuchten Mordes in zwei Fällen sowie des versuchten und vollendeten Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion, des erpresserischen Menschenraubs und des besonders schweren Raubes in Mittäterschaft“ hinreichend tatverdächtig.

Die Vorwürfe beziehen sich auf drei Anschläge der sogenannten dritten Generation der Roten Armee Fraktion aus den Jahren 1990 bis 1993. In der Mitteilung heißt es, Klette habe sich „in der Zeit von Februar 1990 bis März 1993 an drei Anschlägen der ,RAF‘“ beteiligt.

Der erste Tatkomplex betrifft einen gescheiterten Sprengstoffanschlag auf die Deutsche Bank in Eschborn am 25. Februar 1990. Nach Darstellung der Bundesanwaltschaft stellten Mitglieder des Kommandos einen VW Golf mit Doubletten-Kennzeichen in der Toreinfahrt des Verwaltungsgebäudes ab. Im Kofferraum befanden sich „insgesamt 45,05 Kilogramm Sprengstoff“. Klette soll am Einbau des Sprengstoffs mitgewirkt haben. Eine Explosion blieb laut Mitteilung nur deshalb aus, weil „die Zündvorrichtung versagte“. Im Eingangsbereich des Gebäudes befand sich ein Wachraum, in dem sich zu diesem Zeitpunkt drei Sicherheitsbedienstete aufhielten.

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