Infolge der Anschläge von Aschaffenburg, Magdeburg und Solingen sind eklatante Behördenmängel bekannt geworden – vor allem das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge rückte in den Fokus. Verstrichene Fristen, verpasste Abschiebungen und ausbleibende Untersuchungen prägen das Bild der seit 2015 offenbar überforderten Behörde.
Der FDP-Bundestagsabgeordnete Fabian Griewel wollte deshalb schon Ende Januar wissen, ob der „tatsächliche Personalbedarf“ aktuell gedeckt sei oder ob das BAMF weitere Vollzeitstellen benötige. In der von Table.Media veröffentlichten Antwort geht das, dem Innenministerium von Nancy Faeser untergeordnete, Amt nicht auf die Frage ein – teilt dafür eine andere brisante Information mit.
Demnach sei die Behörde seit 2015 um satte 6.400 Stellen gewachsen – das entspricht einer Zunahme von 320 Prozent. Derzeit würde das BAMF über 8.350 Planstellen und Stellen verfügen. Zum Vergleich: Während beispielsweise das Arbeitsministerium nur 1.300 Mitarbeiter unterhält, arbeiten für die Bundesagentur für Arbeit mehr als 110.000 Personen.
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