Viele Bürgergeld-Empfänger erscheinen gar nicht erst zu ihren vereinbarten Terminen im Jobcenter. Doch wie groß das Problem tatsächlich ist, kann niemand genau sagen. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) erhebt diese Zahlen nämlich nicht.
Auf NIUS-Anfrage erklärt die Behörde: „Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat keine Rechtsaufsicht über die Jobcenter, weshalb wir auch keine statistische Messgröße haben, um die von Ihnen gewünschten Daten auszuwerten. Einzelne Jobcenter veröffentlichen diese Daten, die Statistik der BA erhebt diese aber nicht.“
Damit bleibt völlig im Dunkeln, wie viele Termine bundesweit platzen. Ein seltenes Schlaglicht liefert der Leiter des Spandauer Jobcenters, Winfried Leitke. Im Interview mit dem rbb sagt er: „Die Ausfallquote liegt zwischen 30 und 50 Prozent.“ Und weiter: „Manche sagen, sie kriegen die Post nicht, andere lassen sich schnell krankschreiben. Da fragen wir uns dann: Sind sie wirklich krank oder nicht?“
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











