Dokumentationspflichten statt Dachpfannen: Seit seiner Kindheit liebt Maik von der Kammer aus dem sächsischen Winsen das Dachdeckerhandwerk. Im Familienbetrieb groß geworden, half er früher schon nach der Schule, um seine Leidenschaft zum späteren Beruf zu machen. Doch anstatt seinem Traumjob auf dem Gerüst nachgehen zu können, beschäftigen ihn zunehmend Gefährdungsbeurteilungen, Prüfprotokolle und undurchsichtige Ausschreibungen.
Was früher Handwerk war, ist heute zunehmend Schreibtischarbeit. Der Alltag des sächsischen Dachdeckermeister habe sich in den vergangen Jahren stark verändert: „Früher hat man das Geld auf der Baustelle verdient, und heute sitze ich im Büro.“ Seit etwas mehr als einer Dekade habe der bürokratische Irrsinn immer weiter zugenommen. Mittlerweile ist die Aufteilung seiner Arbeitszeit erschreckend: „50 bis 60 Prozent ist nur noch Schreibkram und Nachweise.“
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Reformwille - Welche Opfer müssen wir für den Aufschwung bringen? | #unterdenlinden











