Die Hilfen für Miete und Heizung im Sozialsystem sind in den letzten zehn Jahren explodiert: Pro Empfänger des Bürgergeldes – dem Nachfolger von Hartz IV – hat der Bund seine Ausgaben von 702 Euro im Jahr 2015 auf 2.104 Euro im Jahr 2024 verdreifacht, eine Steigerung um rund 200 Prozent. Dies geht aus der offiziellen Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Frage, die mündlich gestellt wurde, hervor. Die Antwort liegt NIUS vor.
Die frisch veröffentlichten Zahlen zeichnen ein Bild galoppierender Kosten durch steigende Mieten und höhere Bundesbeteiligungen: Während die Zahl der Regelleistungsbezieher (RLB) im Kernsystem des Sozialgesetzbuchs II (SGB II) von knapp sechs Millionen im Jahr 2015 auf rund 5,5 Millionen im Jahr 2024 nur leicht gesunken ist, haben sich die bundesweiten Ausgaben für Kosten der Unterkunft und Heizung (KdU) mehr als verdreifacht.
Insgesamt flossen 2024 stolze 11,6 Milliarden Euro aus dem Bundeshaushalt in diese Posten – im Vergleich zu 4,2 Milliarden vor einem Jahrzehnt. Pro Bezieher ergibt das den jährlichen Durchschnitt von 2.104 Euro.
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