Ein Schreiben der Stadtwerke Tübingen sorgt unter Anwohnern für Empörung. Auf Haushalte, die zu einer Wärmepumpe gewechselt sind, sollen nun weitere Kosten zukommen. Eine Eigentümerin, die erst vor Kurzem ihre Gasheizung durch eine Wärmepumpe ausgetauscht hatte, erhielt ein Schreiben des lokalen Netzbetreibers, der eine Zahlung von 3.332 Euro verlangte, um den Haushalt endgültig vom Gasnetz abtrennen zu lassen. Für viele Bürger sind die Kosten unerwartet und kurzfristig aufgetaucht. Darüber berichteten die Stuttgarter Nachrichten.
Den Betroffenen liegt eine Frist von vier Jahren vor. Innerhalb dieser Zeit dürfen sie den Gasanschluss noch stillgelegt behalten, ohne ihn sofort kostenpflichtig abtrennen zu lassen. Die Stadtwerke sprechen von einer „Bedenkzeit“. Sobald diese abgelaufen ist, sollen Kunden die dauerhafte Abtrennung beauftragen. Für viele Haushalte würden somit Zusatzkosten entstehen, mit denen sie nicht gerechnet haben.
Die Stadtwerke begründen die Zusatzkosten mit dem entstandenen Aufwand für Betrieb, Sicherheit und die regelmäßigen Kontrollen. „Während der vier Jahre sind aus Sicherheitsgründen regelmäßige Kontrollen verpflichtend“, erklärte eine Sprecherin der Stadtwerke. Hinzu kommt das Verursacherprinzip, nach dem der Kunde für die entstandenen Kosten zur Abtrennung vom Netz aufkommen muss. „Die Herstellung oder Trennung eines Gas-Hausanschlusses verursacht einen nicht unerheblichen Aufwand“, rechtfertigte die Sprecherin. Die Kosten seien deshalb an den Anschlussnehmer weitergereicht worden.
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