Brisante Zahlen zum Dublin-III-Verfahren: Merz-Regierung schickt weniger Asylbewerber zurück als die Ampel

vor 10 Monaten

Brisante Zahlen zum Dublin-III-Verfahren: Merz-Regierung schickt weniger Asylbewerber zurück als die Ampel
Bildquelle: NiUS

Die Übernahmegesuche der deutschen Regierung im Rahmen des Dublin-III-Verfahrens gehen seit Jahresbeginn zurück – insbesondere seit der Amtsübernahme von Friedrich Merz. Die fünf EU-Staaten Polen, Italien, Rumänien, Bulgarien und Griechenland lehnen weiterhin fast alle Ersuchen der Behörden ab, die Migranten aus Deutschland wieder aufzunehmen.

Erfragt hatte die Zahlen von der Bundesregierung der AfD-Bundestagsabgeordnete Martin Hess. Demnach gab es von Januar bis August 2025 insgesamt 12.132 Übernahmeersuchen durch deutsche Behörden an die Länder Polen, Italien, Rumänien, Bulgarien und Griechenland. Anschließend kam es jedoch nur zu 489 Überstellungen an die fünf Staaten. Somit wurden lediglich vier Prozent der Anträge durch die EU-Partner positiv beschieden.

Am Beispiel Polen zeigt sich zudem: Mitunter gingen die tatsächlichen Überstellungen unter der neuen CDU/SPD-Regierung sogar zurück. Während es im Mai noch 98 Übernahmeersuchen an das EU-Nachbarland gab, von denen 30 bewilligt wurden, waren es im Juni nur 78 Ersuche (20 Überstellungen), im Juli 61 Ersuche (13 Überstellungen) und im August 62 Ersuche (22 Überstellungen). Unter der Ampel-Regierung wurden von Januar bis April 178 Migranten zurückgeschickt, von Mai bis August verringerte sich die Zahl allerdings auf 85.

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