Zahlreiche Menschen aus Rumänien und Bulgarien beziehen in Deutschland Sozialleistungen, doch in zahlreichen Fällen werden die Gelder nicht von den eigentlichen Empfängern selbst genutzt. Hinter den „Hintermännern“ stecken oft kriminelle Organisationen, die die Leistungsbezieher ausnutzen und ihnen ihre finanziellen Unterstützungen abnehmen – entweder durch Zwang, Drohungen oder Täuschung.
Der ehemaligen Bundestagspräsidentin und heutigen Arbeitsministerin Bärbel Bas ist dieses Problem offenbar bewusst. Im Interview mit dem Stern erklärte sie, dass es organisierten Missbrauch beim Bürgergeld gebe: Menschen aus anderen EU-Ländern würden gezielt nach Deutschland gelockt, wobei „mafiöse Strukturen“ dahinterstünden, die dringend zerschlagen werden müssten.
Karin Welge (SPD), Oberbürgermeisterin von Gelsenkirchen, hat nun wegen der Zustände in ihrer Stadt Alarm geschlagen. „In Gelsenkirchen stehen viele Wohnungen leer. Sie werden systematisch von Kriminellen aufgekauft, die Familien aus Rumänien und Bulgarien ins Land bringen und sie unter menschenunwürdigen Bedingungen hausen lassen.” Weiter erklärte sie: „Es werden Arbeitsverträge für ganz wenige Stunden aufgesetzt, gerade so viel, dass ergänzende Sozialleistungen bezogen werden können“, so Welge gegenüber dem Tagesspiegel.
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