Die politische Linke hat sich ein System geschaffen, in dem sie ihren Aktivismus zum Beruf machen kann. In Rundfunk, Vereinen und Stiftungen werden die ihrigen mit per Zwang eingesammelten Milliardenbeträgen finanziert.
Stören Liberale und Konservative dieses System, wenn sie kleine Teile davon besetzen? Oder machen sie sich nicht doch zu nützlichen Idioten, die die Zwangslogik legitimieren?
Seit November letzten Jahres hat Jan Fleischhauer eine eigene Sendung beim ZDF: „Keine Talkshow, eingesperrt mit Jan Fleischhauer“. Die bisherigen fünf Sendungen lassen sich leicht zusammenfassen. Der Focus-Kolumnist lädt sich hibbelige und abgedrehte Linke wie Philipp Türmer oder „Lady Bitch Ray“ ein. 30 Minuten lang werden in einem kleinen Raum nervtötend emotional Klischees ausgetauscht, der Erkenntnisgewinn tendiert gegen Null. Der FAZ-Redakteur Michael Hanfeld bezeichnete die Sendung treffend als „‚Big Brother‘ in der Pseudodiskursvariante“. Eine typische ÖRR-Show also, mit der Ausnahme, dass der Verantwortliche ein Konservativer ist.
Aber ist es nicht begrüßenswert, wenn im überwiegend linken ZDF auch ein Konservativer eine Sendung erhält? Sollte er nicht dafür beglückwünscht und Dankbarkeit an den Tag gelegt werden, dass das Programm politisch mehr Menschen repräsentiert? Was hätte eine Absage Fleischhauers gebracht?
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