Brandbrief wegen Migrationspolitik: Neun Staaten beklagen zu starke EU-Eingriffe in die nationale Souveränität

vor etwa 1 Jahr

Brandbrief wegen Migrationspolitik: Neun Staaten beklagen zu starke EU-Eingriffe in die nationale Souveränität
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Paukenschlag für die Migrationspolitik in Europa: Neun EU-Mitgliedstaaten haben eine Überprüfung der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) beziehungsweise ihrer Auslegung gefordert.

An der Spitze der Initiative stehen die Regierungen aus Dänemark und Italien. Die neun Staaten beklagen unter anderem zunehmende Eingriffe auf die nationale Souveränität. Es brauche aufgrund der Migrationskrise mehr Spielraum auf der nationalen Ebene. „Die Welt hat sich grundlegend verändert, seit viele unserer Ideen in der Asche der großen Kriege entstanden sind“, heißt es in einem offenen Brief, den neben Dänemark und Italien auch Österreich, Belgien, Tschechien, Estland, Litauen, Lettland sowie Polen unterschrieben haben. „Die Ideen selbst sind universell und unvergänglich. Allerdings leben wir heute in einer globalisierten Welt, in der Menschen in einem völlig anderen Ausmaß über Grenzen hinweg migrieren.“

Im Brief äußerten die Unterzeichner Bedenken hinsichtlich der aktuellen Auslegung der Konvention durch den Europäischen Gerichtshof – insbesondere im Zusammenhang mit Migrationspolitik. Konkret fordern die neun Staaten „eine neue und offene Diskussion über die Auslegung der Europäischen Menschenrechtskonvention“. Der Brief wurde nach einem Treffen zwischen Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni und der dänischen Ministerpräsidentin Mette Frederiksen veröffentlicht.

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