Brandanschlag auf Antisemitismusbeauftragten: Tatverdächtige und Opfer sind sich „gut bekannt“

vor etwa 2 Monaten

Brandanschlag auf Antisemitismusbeauftragten: Tatverdächtige und Opfer sind sich „gut bekannt“
Bildquelle: Apollo News

Am 4. Januar kam es zu einem Brandanschlag auf einen Schuppen auf dem Grundstück des brandenburgischen Antisemitismusbeauftragten und ehemaligen Linken-Politikers Andreas Büttner. Zudem sprühten die Täter ein rotes Dreieck, das Symbol der Hamas, auf die Haustür. Kurz nach dem Anschlag ging auch im Landtag ein Drohbrief gegen Büttner ein. Jetzt stellt sich nach Recherchen des Tagesspiegels heraus, dass die Tatverdächtigen in enger Beziehung zu Büttner standen.

Die Polizei verdächtigt konkret die beiden 25-Jährigen Daniel R. und Lucas S., den Brandanschlag verübt zu haben. Nach Recherchen der Welt am Sonntag wies bereits ein Fund in der Tatnacht auf die beiden Männer hin. Rund 20 Kilometer vom Tatort entfernt entdeckten die Beamten demnach ein Feuer am Straßenrand, in dem Einweghandschuhe, ein Maler-Overall und eine Flasche Grillanzünder lagen. Die Produkte wurden erst kurz zuvor in einem Baumarkt mit der Karte eines Beschuldigten gekauft. Außerdem wird Lucas S. auf Grundlage von DNA-Tests verdächtigt, den Drohbrief abgeschickt zu haben.

Büttner zeigt sich über die Vorwürfe gegen die Tatverdächtigen „geschockt“. Im Interview mit dem Tagesspiegel hatte Büttner zu den Tatverdächtigen erklärt: „Wir waren gut bekannt. Man kann auch Freunde sagen – je nachdem, wie man solche Dinge definiert. Gute Bekannte passt aber besser.“ Büttner führte aus: „Es gab kein Vertrauensverhältnis im Sinne von: Ich erzähle dir alles oder wir müssen dauernd telefonieren. Man hat sich getroffen, es hat gepasst.“

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