In einem voraufgezeichneten Grußwort für den Internationalen Motorenkongress im Kongresshaus Baden-Baden hat der Gesamtbetriebsratsvorsitzende für den Bereich Mobility bei Bosch, Frank Sell, scharfe Kritik an der Auto- und Energiepolitik in Deutschland und Europa geübt. Das aktuelle Vorgehen sei „totaler Unsinn“. Die IG Metall hat das Statement auf YouTube veröffentlicht.
Deutschland habe über Jahrzehnte die Technologieführerschaft im Automobilbau gehabt, so Sell. Das sei „ein Thema, das wir nie in der Debatte [über die Transformation] geführt haben“. Daneben identifiziert Sell drei Themenbereiche, die sehr wohl diskutiert worden seien: Erstens müsse der Wandel „sozial sein“, zweitens solle er „genauso auch ökologisch sein“ und drittens müsse er „auch ökonomisch sein“.
Autobauer und Zulieferer müssten die Technologieführerschaft „ausbauen und behalten wollen“. Dieses Versprechen habe man „an vielen Stellen gebrochen“. „Diese Transformation“ sei im Moment „alles andere als sozial“. Dem setzt Sell einen „Wandel, der einfach sozial“ sowie „wirtschaftlich vertretbar“ ist, entgegen. In Sachen Ökologie bekundet der Gewerkschafter, er wolle „nicht alles zurückdrehen“.
Parteipressekonferenzen von Die Linke, CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen











