Im Jahr 2025 stand der US-Dollar spürbar unter Druck. Gründe dafür fanden Analysten vor allem in der sehr hohen US-Staatsverschuldung und der von US-Präsident Donald Trump ab April eingeführten Zollpolitik: Höhere Zölle verteuern Importe und können die Inflation anheizen, auch wenn dies politisch selten thematisiert wird. Für Anleger in Europa hatte das zwei Effekte: Einerseits wurden US-Anlagen in Euro gerechnet beim Kauf günstiger. Anderseits litt die Rendite auf früher eingegangene Positionen amerikanischer Aktien und Anleihen jedoch, weil Währungsverluste Kursgewinne wieder auffraßen. Damit bestätigt sich für das Börsenjahr 2025 ein altbekannter Grundsatz: Eine breite Diversifikation über Regionen, Sektoren, Anlageklassen und Währungen bietet einen Schutzschild. Bei den Rohstoffen fielen die exorbitanten Gewinne der Edelmetalle auf: Gold gewann in Euro gerechnet mehr als 44 Prozent, Silber konnte sich sogar mehr als verdoppeln (Plus 115 Prozent).
Das Aktienjahr 2025 wurde massgeblich von zwei Themen geprägt: Zum einen die Künstliche Intelligenz – Aktien von Unternehmen wie Nvidia und anderen US-Technologieführern entlang der gesamten KI-Wertschöpfungskette (von Halbleitern über Cloud-Anbieter bis hin zu Software- und Plattformunternehmen) gelten weiterhin als Trendtitel. Zum anderen die Stärkung der Wehrhaftigkeit – beispielsweise zählte Rheinmetall weltweit zu den auffälligsten Gewinnern und gehört immer noch zu den meistgehandelten Aktien auf dem Kurszettel. Ein Plus von knapp 165 Prozent spricht eine deutliche Sprache.
In den Markteinschätzungen der Banken und Broker gelten Künstliche Intelligenz, Automatisierung und Dateninfrastruktur nach wie vor als zentrale Treiber. Betrachtet man die gesamte Wertschöpfungskette, so stehen insbesondere folgende Bereiche im Fokus: Erstens Software- und KI-Anwendungen im Gesundheitswesen, der Industrie und bei Versicherungen und Banken mit dem Ziel, die Effizienz und Produktivität zu steigern. Zweitens Halbleiter und spezialisierte Hardware, um die notwendige Rechenleistung für komplexe KI-Modelle bereitstellen, und drittens Daten- und Rechenzentrums-Infrastruktur inklusive der Betreiber und Immobilienunternehmen, die Rechenzentren planen, errichten und betreiben. Eng damit verbunden sind die Bereiche Energie, Strom und Versorger. KI-Anwendungen und Rechenzentren erhöhen den Strombedarf erheblich. Entsprechend richtet sich die Aufmerksamkeit vieler Marktteilnehmer auch auf Energieversorger und Netzbetreiber. Vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen bleiben zudem Sicherheit, Rüstung und Infrastruktur in vielen Marktkommentaren wichtige Themen. Diskutiert werden dabei Rüstungs- und Sicherheitsunternehmen sowie Infrastrukturunternehmen in den Bereichen Verkehr, Energie und digitale Netze.
PUTINS KRIEG: Heftige Angriffe vor Nato-Gipfel! Russland feuert massiv auf Ukraine I WELT LIVESTREAM











