Der Iran-Krieg nimmt täglich neue Wendungen, und es ist niemandem klar, welche Folgen er noch für die globale Energieversorgung haben wird – Waffenstillstand hin, Friedensvertrag her. In einer Phase, in der sich die Unternehmen weltweit auf schwankendem Boden bewegen, sollte man eigentlich annehmen, dass sie sich mit großen Engagements zurückhalten.
Das Gegenteil scheint der Fall zu sein: Nicht weniger als 22 Megadeals – also Transaktionen, bei denen das Volumen mindestens zehn Milliarden Dollar beträgt – verzeichnete das „Wall Street Journal“ in diesem Jahr bereits. So viele hat es in einem ersten Quartal noch nie gegeben. Darunter waren der Kauf der Warner Bros. Discovery durch Paramount für 111 Milliarden Dollar nach einem harten Bieterstreit mir Konkurrent Netflix, aber auch die 50 Milliarden, welche Amazon bei der Finanzierungsrunde im Februar in das KI-Unternehmen Open AI pumpte.
Weitere Megadeals könnten folgen. Zahlreiche Unternehmen bestätigten bereits Fusionsgespräche. So befindet sich Estée Lauder mit der familiengeführten spanischen Beauty- und Parfum-Gruppe Puig Brands (u. a. Rabanne, Jean Paul Gaultier) in vertieften Verhandlungen. Der Spirituosenhersteller Pernod Ricard (Absolut Vodka) aus Frankreich ist an Brown-Forman (Jack Daniel’s) aus den USA dran. Offenbar wollen viele Firmen jetzt die strategischen Weichen für die Zukunft stellen. Da spielen Faktoren wie die Energiepreise eine untergeordnete Rolle. Nach dem Motto: Wenn der Deal sinnvoll ist, dann passt er auch in unsicheren Zeiten.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











