Am vergangenen Sonntag fand zum ersten Mal in Berlin der „Internationale Tag gegen Islamfeindlichkeit“ statt. Nach Darstellung der Senatsverwaltung soll der Aktionstag auf eine angebliche Bedrohungslage für die in Berlin lebenden Muslime aufmerksam machen. Schon die Ankündigung im vergangenen Herbst hatte Irritationen ausgelöst, da sich viele Kritiker fragten, worin diese Bedrohungslage konkret bestehen soll.
Bis zum Tag selbst blieb eine über die üblichen Erklärungen hinausgehende Rechtfertigung durch die Verantwortlichen aus. Stattdessen entschied sich der Senat, im Vorfeld die gleichen Begründungen, die bereits zur Ankündigung des Aktionstags vorgelegt wurden, im Kern noch einmal zu wiederholen.
Cansel Kızıltepe, Senatorin für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung, sagte in einer Pressemitteilung am Freitag, antimuslimischer Rassismus sei „für viele Menschen in Berlin eine bittere Realität“. Es müsse sichergestellt werden, dass sich auch Muslime „in unserer Stadt sicher fühlen“.
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