Bis zu 95 Prozent: Anschläge auf kritische Infrastruktur oft linksextremistisch motiviert

vor 3 Monaten

Bis zu 95 Prozent: Anschläge auf kritische Infrastruktur oft linksextremistisch motiviert
Bildquelle: Apollo News

Immer öfter kommt es zu Brandanschlägen auf kritische Infrastruktur. Wenn es Hinweise auf Tatverdächtige gibt, führen diese oft ins linksextreme Milieu, wie eine Umfrage von Welt unter allen Bundesländern zeigt. So gehen in Nordrhein-Westfalen nach Angaben des Innenministeriums 425 von 445 Angriffen auf das Stromnetz auf das Konto von Linksextremisten – das entspricht einem Anteil von 95 Prozent. Auch in Hessen war der überwiegende Teil der Täter linksextrem eingestellt. Seit 2015 kam es zu einer „mittleren zweistelligen Zahl an Sabotagehandlungen“.

In Niedersachsen gab es zwischen 2019 und 2024 insgesamt 208 Angriffe auf die Infrastruktur. Es waren auch Militäreinrichtungen sowie Einrichtungen aus Wirtschaft und Justiz betroffen. In Hamburg verdoppelte sich die Zahl der Angriffe auf Militäranlagen und die Energieinfrastruktur im vergangenen Jahr.

Die Täter wiesen dabei zunehmende Fachkenntnisse auf, wie Brandenburgs Innenminister René Wilke gegenüber Welt sagte. Anstatt symbolischer Sachbeschädigungen gehe es zunehmend um Unterbrechungen von Versorgungsketten. Die Täter seien zunehmend bereit, „durch die Lahmlegung kritischer Infrastruktur auch schwerwiegende Folgen in Kauf zu nehmen“. Der SPD-Politiker stellt fest: „Die Gefährdungslage durch ideologisch motivierte Sabotageakte hat sich qualitativ verändert.“

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