Am Dienstag wurde Altbundeskanzlerin Angela Merkel geehrt: Sie erhielt in Stuttgart die Große Staufermedaille in Gold von Baden-Württemberg verliehen. Grund war ihr „herausragender politischer Einsatz während der Corona-Pandemie“ (mehr dazu hier). Die ehemalige CDU-Politikerin feierte sich bei ihrer Rede zu diesem Anlass: „Ich bin dankbar dafür, dass bis auf wenige Ausnahmen ein Konsens der politisch Verantwortlichen sowie vieler Bürgerinnen und Bürger bestand. Sie haben uns und mir ganz persönlich ihr Vertrauen geschenkt und sind unseren Weg mitgegangen“, so die 71-Jährige.
Gleichzeitig schlug sie nachdenkliche Töne an: Die Corona-Pandemie habe alle vor einzigartige Herausforderungen gestellt. Die Sache sei zu Beginn der Pandemie einfach gewesen, so Merkel. Aus wissenschaftlicher Sicht und angesichts des exponentiellen Wachstums der Infektionszahlen hätte es Kontaktvermeidung gebraucht. „Leider ist das etwas, was unserem menschlichen Wesen zutiefst entgegensteht“, so die Altkanzlerin. Sie gibt zu: „Wir haben von den Menschen verlangt, sich nicht menschlich zu verhalten.“
Weiter meint sie: Nur durch gemeinsames Handeln habe man die in der Geschichte der Bundesrepublik bis dato nicht gekannten Herausforderungen bewältigen können. Deshalb nehme sie die Auszeichnung auch stellvertretend für all diejenigen an, die die Corona-Maßnahmen mitgetragen und umgesetzt hätten, so Merkel.
Parteipressekonferenzen von Die Linke, CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen











