Bioland schmeißt bayerischen Ökobauern raus, nachdem er für die AfD kandidierte

vor 4 Monaten

Bioland schmeißt bayerischen Ökobauern raus, nachdem er für die AfD kandidierte
Bildquelle: Apollo News

Der Ökolandwirt Mathias Kreiß kandidierte in seinem Heimatort Leipheim in Bayern als Bürgermeister für die AfD. Kurz nachdem dies bekannt wurde, hat ihm der Bioland-Verband die Mitgliedschaft gekündigt. Kreiß ist überzeugt, dass sein Rauswurf politisch motiviert war: In einem Video mit dem AfD-Landtagsabgeordneten Gerd Mannes sprach er von „Wahlkampfschwierigkeiten durch massenhafte Kontrollen bei mir, auch die Kündigung von Bioland zum Beispiel ist ein Problem jetzt.“

Bioland sprach ihm die außerordentliche Kündigung des Erzeugervertrags „wegen schwerwiegender Abweichungen von den Richtlinien in der Tierhaltung“ aus. Der Landwirt räumt die ihm vorgeworfenen Verstöße zwar ein, bezeichnet sie aber als geringfügig und wirft dem Ökoverband vor, gezielt nach kleinsten Vergehen gesucht zu haben. Auffällig ist jedenfalls der zeitliche Ablauf: Erst nachdem Kreiß seine Bürgermeisterkandidatur für die AfD öffentlich gemacht hatte, folgten intensive Kontrollen der von Bioland beauftragten Prüfer.

Bereits sein Vater war Mitglied bei Bioland, was Voraussetzung dafür ist, um die ökologisch erzeugten Lebensmittel unter dem Siegel des Verbands zu vermarkten. Als Mathias Kreiß den Hof vor Jahren übernahm, setzte er weiterhin auf Bioland. Probleme mit dem Verband habe er nie gehabt, sagt Kreiß – bis er am 5. Januar bekannt gab, bei der Bürgermeisterwahl für die AfD anzutreten.

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