„Bilder aus den USA wirken befremdlich“: Dobrindt kritisiert Vorgehen der US-Einwanderungsbehörde ICE

vor 5 Monaten

„Bilder aus den USA wirken befremdlich“: Dobrindt kritisiert Vorgehen der US-Einwanderungsbehörde ICE
Bildquelle: Apollo News

Bundesinnenminister Dobrindt kritisierte das Vorgehen der US-Einwanderungsbehörde ICE. „Die Bilder, die wir in den USA sehen, wirken auf uns alle mehr als befremdlich“, erklärte Dobrindt gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). „So ein Vorgehen ist bei professionell ausgebildeten und agierenden Polizeikräften wie in Deutschland vollkommen undenkbar und würde auch in keiner Weise von politisch Verantwortlichen geduldet“, so der Minister weiter. Ähnliche Einschätzungen hatte zuvor auch Verteidigungsminister Boris Pistorius geäußert.

Gegen einen Boykott der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA spricht sich Dobrindt dennoch aus. Forderungen nach einem solchen Schritt könne er nicht nachvollziehen. „Ich habe nämlich noch sehr genau in Erinnerung, wie die Debatten um die Fußballweltmeisterschaft in Katar liefen, und habe schon damals die Meinung vertreten: Spielt Fußball und hört auf zu versuchen, Politik zu machen. Das wäre auch mein Ratschlag für all diejenigen, die sich mit dem Thema jetzt beschäftigen“, führte der Minister aus.

In der Bundesregierung und der Union findet ein WM-Boykott bislang wenig Unterstützung. Neben Dobrindt lehnen weitere Vertreter einen solchen Schritt ab, darunter die Staatsministerin für Sport und Ehrenamt, Christiane Schenderlein. Offen für einen Boykott zeigten sich hingegen Vertreter der Grünen. Die SPD-Bundestagsabgeordnete und sportpolitische Sprecherin Bettina Lugk kündigte an, selbst nicht in die USA zu reisen. Die Fußball-Weltmeisterschaft ist für den Zeitraum vom 11. Juni bis 19. Juli 2026 geplant und soll in den USA, Kanada und Mexiko ausgetragen werden.

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