Betrug und Urkundenfälschung: Grünen-Politiker zu Bewährungsstrafe verurteilt

vor 5 Monaten

Betrug und Urkundenfälschung: Grünen-Politiker zu Bewährungsstrafe verurteilt
Bildquelle: Apollo News

Der ehemalige Leipziger Stadtrat und Grünen-Politiker Jürgen Kasek wurde am Donnerstag vom Leipziger Amtsgericht wegen Titelmissbrauchs, Betrugs und Urkundenfälschung zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr verurteilt, die auf drei Jahre Bewährung ausgesetzt wurde. Die Bewährungsstrafe ist mit einer Teilnahmepflicht an einer Schuldnerberatung sowie 100 Stunden gemeinnütziger Arbeit verbunden. Über den Fall berichtete die Leipziger Zeitung zuerst.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Kasek trotz entzogenem Anwaltstatus weiterhin als Rechtsanwalt praktizierte und in einzelnen Fällen Honorare unrechtmäßig abgerechnet habe. Die Anklage umfasste dutzende Fälle, von denen einzelne jedoch eingestellt wurden. Beim Vorwurf der Untreue wurde Kasek freigesprochen. Das Gericht betonte, dass Kasek wiederholt Falschaussagen tätigte, die Schuld mehrmals auf andere abwälzte und dabei mehrere Klienten finanziell ruinierte. Das Gericht wertete die Umstände dennoch so, dass eine Bewährungsstrafe angemessen war.

Jürgen Kasek war bis 2018 Landesvorstandssprecher der Grünen in Sachsen. Bereits 2021 wurde ihm die Anwaltszulassung entzogen. 2022 wurde die Entscheidung dann rechtskräftig. Kasek fiel durch zahlreiche Unregelmäßigkeiten und Verstöße auf. Offenbar hatte er massive Zahlungsrückstände beim Rechtsanwaltsversorgungswerk. Bereits ab 2017 gab es Unregelmäßigkeiten im Schuldnerverzeichnis und Hinweise auf einen Vermögensverfall bei Kasek. Die Probleme wurden immer weiter von Kasek verschleppt, wodurch es schließlich zu einem Entzug der Anwaltszulassung kam.

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