Beschwerdestelle für deutsche Ärzte eingerichtet: Kennedy nimmt erneut deutsche Coronapolitik ins Visier

vor 4 Monaten

Beschwerdestelle für deutsche Ärzte eingerichtet: Kennedy nimmt erneut deutsche Coronapolitik ins Visier
Bildquelle: Apollo News

Nachdem der amerikanische Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. Anfang des Jahres erhebliche Kritik an der deutschen Corona-Politik geäußert und der Bundesregierung vorgeworfen hatte, „die heilige Beziehung zwischen Arzt und Patient“ zu verletzen sowie Ärzte zu „Vollstreckern staatlicher Politik“ zu machen, sorgt nun der nächste Schritt der amerikanischen Bundesbehörde für weiteren Aufruhr. Wie die Neue Zürcher Zeitung berichtet, eröffnete das US-Gesundheitsministerium eine Beschwerdestelle für Ärzte, die sich von deutschen Behörden während der Corona-Pandemie schikaniert fühlten.

Die neu gegründete Beschwerdestelle, die von der US-Chefdiplomatin Bethany Kozma aufgebaut wurde, veranstaltete laut NZZ bereits zwei Online-Treffen mit deutschen Ärzten. Deutschen Medizinern soll Kozma dabei interessiert zugehört und mitfühlend reagiert haben, als sie ihre Strafverfahren sowie deren Einfluss auf ihr privates und berufliches Leben schilderten. Daran beteiligten sich bis zu 50 Personen, darunter Ärzte und Anwälte. Die Gespräche sollen in naher Zukunft fortgeführt werden. Das deutsche Gesundheitsministerium wollte das Treffen nicht kommentieren.

Zahlreiche Gerichtsurteile belegen ein dunkles Kapitel der Corona-Pandemie. Ärzte, die freihändig Maskenatteste oder falsche Impfbescheinigungen ausgestellt haben, wurden von Staatsanwaltschaften verfolgt. Mehr als eintausend abgeschlossene Urteile soll es laut NZZ bis heute geben, einige Dutzend Verfahren sind noch anhängig. Ärzte wurden dabei zu Geldstrafen in Höhe von bis zu 25.000 Euro verurteilt. In nicht wenigen Fällen wurden Angeklagte zu Freiheitsstrafen verurteilt.

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