„Beschränkte Perspektive und eine zu starke Emotionalisierung“: NDR-Rundfunkrat tritt gegen Ruhs nach

vor 9 Monaten

„Beschränkte Perspektive und eine zu starke Emotionalisierung“: NDR-Rundfunkrat tritt gegen Ruhs nach
Bildquelle: Apollo News

Der NDR-Rundfunkrat hat am Freitag zur Causa Julia Ruhs beraten und dabei die erste Sendung ihres Formats Klar kritisiert. Eine Mehrheit des Rundfunkrats stimmte dabei für eine Stellungnahme zu einer Programmbeschwerde, in der es unter anderem hieß, die erste Folge hätte „nicht vollumfänglich den Qualitätsanforderungen des NDR an ein Reportageformat“ entsprochen. Die Stellungnahme wurde ursprünglich durch den Programmausschuss des Rundfunkrats verfasst.

„Die Kritik bezieht sich dabei insbesondere auf eine beschränkte Perspektive, fehlende Vielfalt innerhalb der Sendung und eine zu starke Emotionalisierung“, heißt es in der Stellungnahme weiter. „Zudem wurde die Überfrachtung der Sendung mit Einzelthemen und einer dadurch fehlenden inhaltlichen Vertiefung sowie Herstellung von Zusammenhängen bemängelt“, beschrieb man die interne Diskussion über die Sendung.

Immerhin: Einen Verstoß gegen den Medienstaatsvertrag und den NDR-Staatsvertrag konnte jedoch nicht festgestellt werden. Insgesamt 29 Mitglieder stimmten für die Stellungnahme, nur vier stimmten dagegen. Neun weitere Mitglieder des NDR-Rundfunkrats enthielten sich.

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